Afrika jenseits der Klischees
Vernissage des Kunst-Geographie-Forums begeistert zahlreiche Besucher
Wie kann man einen Kontinent präsentieren, der so vielfältig ist wie Afrika? Wie lassen sich Vorurteile hinterfragen und neue Perspektiven eröffnen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10c in den vergangenen Wochen im Rahmen des Forums der Fächer Geographie und Kunst unter der Leitung von Franziska Stadter und Philipp Schramm.
Den feierlichen Abschluss bildete eine öffentliche Vernissage im Iwalewa-Haus Bayreuth. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und machten die Veranstaltung zu einem besonderen Erfolg. Neben Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern verschiedener Jahrgangsstufen sowie Eltern und Familienangehörigen konnten auch der stellvertretende Schulleiter und ehemalige Schülerinnen und Schüler begrüßt werden. Besonders erfreulich war zudem das Interesse zahlreicher Passantinnen und Passanten: Die Zehntklässler luden Menschen in der Bayreuther Innenstadt persönlich zum Besuch der Ausstellung ein und kamen dabei mit vielen Kunst- und Kulturinteressierten ins Gespräch.
Die Besucher erwarteten interaktive Ausstellungsstationen, informative Plakate und kreative Kunstwerke, die sich mit unterschiedlichen Facetten Afrikas auseinandersetzten. Ob Urbanisierung, nachhaltige Entwicklung, kulturelle Vielfalt oder der Umgang mit gängigen Klischees – jede Gruppe hatte ihr Thema eigenständig recherchiert, fachlich fundiert aufbereitet und gestalterisch umgesetzt. Besonders die interaktiven Elemente luden dazu ein, selbst aktiv zu werden und die eigene Sichtweise zu hinterfragen.
Ein glücklicher Zufall verlieh der Vernissage eine zusätzliche besondere Atmosphäre: Am selben Tag begann in Bayreuth das Afrika-Festival. So entstand eine stimmige Verbindung zwischen schulischer Bildungsarbeit und dem kulturellen Leben der Stadt.
Während der gesamten Projektphase arbeiteten die Schülerinnen und Schüler weitgehend eigenverantwortlich. Ziel war es, geographische Inhalte nicht nur zu erarbeiten, sondern sie so aufzubereiten, dass sie Besucherinnen und Besucher ansprechen und zum Nachdenken anregen. Passend zum Leitgedanken des Projekts galt dabei der Satz: „Eine gute Ausstellung erklärt nicht nur – sie verändert Wahrnehmung.“
Die vielen positiven Rückmeldungen der Gäste zeigten eindrucksvoll, dass dieses Ziel erreicht wurde. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Arbeiten mit großem Engagement, beantworteten Fragen kompetent und führten zahlreiche Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern. Für alle Beteiligten war die Vernissage ein gelungener Abschluss eines außergewöhnlichen Forums der Fächer, das Geographie und Kunst auf eindrucksvolle Weise miteinander verband.