WELTERBE

Besichtigung der ILS Bayreuth/Kulmbach

Die Besichtigung der ILS (Integrierte Leitstelle) Bayreuth/Kulmbach am 19.03.14 wurde mit sehr großem Interesse von der AG Schulsanitäter angenommen. Herr Markus Ruckdeschel führte uns durch die Räumlichkeiten der Leitstelle. Interessant fanden wir die Ähnlichkeit des Gebäudes mit Alcatraz, allerdings soll hier keine unerwünschte Person in das Gebäude gelangen können. Alles ist mehrfach abgesichert, so gibt es z.B. mehrere Generatoren, die bei Stromausfall eine nahtlose Versorgung möglich machen.

Es arbeiten ca. 50 Mitarbeiter in dem Gebäude, die eine Besetzung der Notrufnummer rund um die Uhr ermöglichen. Sie müssen mindestens den medizinischen Kenntnisstand eines Rettungsassistenten haben und besondere Notrufbeantwortungsschulungen vorweisen können. Es arbeiten ständig zwei bis drei Mitarbeiter volle zwölf Stunden lang am Tag. Neun Stunden sitzen oder stehen sie vor fünf Bildschirmen gleichzeitig, um einen Notruf entsprechend disponieren zu können. Drei Stunden haben sie als Bereitschaftszeit zur Verfügung.

Wir durften einen Feueralarm simulieren und den Ablauf bis zum Eintreffen in der Leitstelle mitverfolgen. Es dauerte nur ca. zehn Sekunden, bis bekannt war, wo das „Feuer“ ausgebrochen ist.

Besichtigung eines Rettungstransportwagens

Im Anschluss konnten wir einen bayerischen Rettungswagen besichtigen. Die Rolltragen erfuhren besondere Aufmerksamkeit und wurden von uns auf Herz und Nieren getestet. Das Innenleben des Fahrzeugs wurde uns mit all seinen Geräten, wie Sauerstoffflaschen, Beatmungsgerät, Lifepak 15 Infusionshalterungen, Vakuummatratzen… und Inhalten (Medikamente, Zugänge, Infusionen, Sauerstoffmasken, Elektroden…) vorgestellt.

Die bayerischen Rettungswagen haben eine sehr weiche Federung, weshalb man sich eher wie auf einen Schiff fühlt und besser seetauglich sein sollte, falls man Rettungssanitäter werden möchte. Es fahren immer mindestens zwei Personen mit, manchmal auch drei. Einer davon muss wenigstens Rettungsassistent sein. Die Leitstellen und Notarztsitze sind in Bayern so verteilt, dass von dort aus die Strecke bis zum Einsatzort in maximal zwölf Minuten erreichbar sein muss!

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern