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350 Jahre: Der Tradition verbunden

Am Freitagvormittag des 26. Juli staunten die Fußgänger der Bayreuther Innenstadt nicht schlecht: Der Sternplatz war blockiert durch Schüler, die in einem langen Band die ganze Opernstraße hinab gestaffelt standen. Auch wenn man in Richtung Ludwigsstraße blickte, konnte man das Ende dieser Schülerkette nicht erahnen. Mit diesem symbolischen Akt stellten Schüler und Lehrer des GCE eine Verbindung zwischen Tradition und Gegenwart her. Die Kette begann vor der alten Lateinschule am Bernd-Mayer-Platz, führte vorbei am Jean-Paul-Platz gegenüber der Stadthalle und endete kurz hinter dem Main, vor dem Gebäude, das wir seit 1966 als Gymnasium Christian-Ernestinum kennen. Herr OStD Eisentraut schritt die etwa eineinhalb Kilometer lange Strecke ab, während eine Bronzetafel, gestiftet von der Abituria von 1851 zu Bayreuth, durch die Reihen der GCEler gereicht wurde. Diese gelangte, nachdem sie durch die Hände aller Schüler von der fünften bis zur elften Klasse gewandert war, in unser heutiges Schulgebäude, wo sie mittlerweile ihren festen Platz an der Wand erhalten hat.

Der anschließende Weg zum Gottesdienst in der Schlosskirche führte uns vorbei am Historischen Museum am Kirchplatz, dem eigentlichen Ursprung unserer Schule. Dort hatten am 27. Juli 1664 zum 21. Geburtstag Christian Ernsts die Einweihungsfeierlichkeiten stattgefunden, nachdem am 29. Juni die Gründungsurkunde ausgestellt worden war, in der auch der Zweck der Schulgründung festgehalten ist: "Und gleich wie Wir mit offt erwehntes Gymnasii Fundation zuförderst auf Gottes Ehr, auch der Jugend und unserer Unterthanen Bestes und Aufnehmen…gesehen; so wollen Wir auch daneben, daß dieser Unser Illustre Gymnasium CHRISTIAN-ERNESTINUM genennet, und dieser Nam in allen Schrifften, auch was sonsten, durch öffentlichen Druck, ausgehet, gebrauchet werde."

Der feierliche Festgottesdienst unter der Leitung von Domkapitular Dr. Josef Zerndl und Dekan Hans Peetz wurde musikalisch umrahmt durch das Schulorchester und Chöre aus Schülern, Lehrern und Eltern. Dann lud die Abituria vor dem Historischen Museum zum Empfang. Herzlich begrüßte der Vorsitzende Matthias Wutschig die Schüler und Lehrer einer ganz besonderen Schule, mit der man sich über lange Zeit hinaus sehr verbunden fühle, was man leicht an der Anwesenheit der vielen Ehemaligen sehen konnte. Die Big Band unter der Leitung von Herrn Mathias Pitsch umrahmte das Programm musikalisch.

Am Nachmittag feierte die Schulfamilie bei bestem Wetter das ein fröhliches Fest, bei dem die Absolventen verschiedenster Jahrgänge Gelegenheit hatten, sich bei Grillgut und Bier auszutauschen, beispielsweise über die Ausstellung mit vielen Bilddokumenten aus den vergangenen Jahrzehnten unseres Gymnasiums.

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern