WELTERBE

SMS...

... vom Blumentopf ans Smartphone

Ein Soil Moisture Sensor (SMS) schickt seine Daten aus dem Blumentopf auf dem Fensterbrett ans Smartphone seines Besitzers irgendwo auf der Welt... und dann weiß der immer Bescheid, wann er wieder zum Blumengießen nach Hause kommen sollte. Das ist sicher nicht die Erfindung, auf die wir in unserem Alltag schon immer gewartet haben. Aber dennoch ein anschauliches Beispiel für das immer umfassender werdende IoT (Internet of Things) und dafür, was heute mit digital vernetzter Technik alles möglich ist.

Wie der "FabFarmer" funkioniert, lernten ein paar Schülerinnen und Schüler des gymnasium illustre am vergangenen Samstag im Rahmen eines Workshops im FabLab Bayreuth vom Ingenieur Jan Thomas Lacher. Los ging's mit dem Zusammenbau der Sensoreinheit einschließlich Zusammen-Löten der Bauteile. Anschließend wurde der FabFarmer über einen Router konfiguriert und der Sensor kalibriert. Danach musste noch eine Datenbank angelegt und die Anzeige formatiert werden - dann konnte es mit den Messungen der Bodenfeuchtigkeit losgehen. Für weitere Heimversuche konnte jeder Teilnehmer ein kleines Tomatenpflänzchen mit nach Hause nehmen.

Am Beispiel des FabFarmer wurden aber auch die Hinweise zur Sicherheit von privaten Daten nachvollziehbar: Denn wer seine Blumengieß- (u.a.) Daten ungeschützt ins Internet stellt, darf sich nicht wundern, wenn evtl. ungebetene Gäste sich um das Blumengießen und den Rest der Wohnung kümmern, weil im Urlaub die Blümchen unter Wassermangel leiden und die zugehörigen Werte dazu offen im Internet präsentiert werden...

Parallel dazu lernten die Teilnehmer der anderen Hälfte der Gruppe die Stickmaschine kennen. Nach einer sehr anschaulichen Einführung in die Funktionsweise einer Nähmaschine durch einen kurzen Film und durch Ingenieur Arnulf Daum vom FabLab, konnten die Teilnehmer dann auch gleich ihre Stickrahmen positionieren, die Stickmaschine einrichten und Ober- und Unterfaden Fäden aufziehen. So waren sie schnell soweit, Stofftaschen individuell von der Maschine besticken zu lassen... faszinierend, wie schnell das geht. Ganz am Schluss gab es noch ein paar Informationen zu einem Programm, mit welchem sich Stickmotive auch selbst entwerfen lassen.

... am Nachmittag wechselten die Gruppen... so dass um drei Uhr alle zwei neue Zertifikate zur Benutzung von Geräten im Bayreuther FabLab erworben hatten. Wieder was gelernt... und das sogar am Wochenende!

Vielen Dank an unsere fachkundigen und geduldigen Referenten vom FabLab Bayreuth!

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern