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[AvH] #1 Geburt und Kindheit

Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt wurde am 14. September 1769 als Kind einer wohlhabenden, am preußischen Königshof hoch angesehenen Adelsfamilie geboren und verbrachte seine Kindheit in Berlin bzw. auf Schloss Tegel, dem Sommersitz der Familie nahe der preußischen Hauptstadt. Mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Wilhelm genoss er eine humanistische Erziehung durch ausgewählte Hauslehrer auf höchstem Niveau.

Trotz in dieser Hinsicht bester Voraussetzungen war sein Kindheit nicht glücklich: Neben seinem älteren, ernsthaften und fleißigen Bruder Wilhelm erschien er manchem als weniger begabt.

Die Ausbildung durch die anspruchsvollen Hauslehrer entsprach nicht seinen Interessen: Statt sich wie Wilhelm in Bücher zur griechischen Mythologie zu vertiefen, lateinische Grammatik oder französische Vokabeln zu lernen, durchstreifte der abenteuerlustige Alexander lieber die weitläufige Natur rund um das Schloss seiner Eltern oder den nahen Tegeler Forst mit seinen vielen ausländischen Baumarten und kehrte mit Taschen, gefüllt mit Fundstücken, und dem Kopf voller Sehnsucht nach fernen Ländern zurück.

Sein liebevoller Vater, Offizier und vielbeschäftigter Kammerherr am preußischen Hofe, der durch Arbeiten im Garten des Schlosses Alexanders Interesse an Pflanzen weckte, starb, als er neun Jahre alt war - seine Mutter empfand er dagegen als kühl, distanziert und nur an einer möglichst guten Ausbildung ihrer Söhne interessiert.

(nach: Holl & Schulz-Lüpertz 2012, S. 12 ff., Venzke 2009, S. 6 ff., Wulf 2016, S. 33 ff.)

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