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Erneut Schüler des GCE unter den besten 50 Altsprachlern des Landes

Wir gratulieren Tobias Holfelder (Q12) und Jakob Singer (Q12) zu ihrem beachtlichen Erfolg beim 31. Landeswettbewerb Alte Sprachen (2017/2019). In der ersten Runde setzte sich Jakob Singer im Fach Latein und Tobias Holfelder sogar in Latein und Griechisch gegen hunderte Mitstreiter durch. Ihre Leistung wurde von den Veranstaltern, der Elisabeth-J.-Saal-Stiftung und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, mit wertvollen Buchpreisen gewürdigt.

Quintilians Ideal des perfekten Redners, der sich in erster Linie durch eine umfassende, reiche Bildung auszeichnet, stand im Mittelpunkt der lateinischen Übersetzung. Latein, begonnen bei antiken Rechtsgrundsätzen und fundierten mythologischen Kenntnissen über die Neuzeit bis in die Gegenwart: Im Fragenteil waren flexibler Umgang mit Wissen und Transfer gefragt. In der zweiten Runde beschäftigten sich die Schüler anhand einer Aeneispassage mit einem überaus aktuellen Thema: Der Konfrontation mit Kriegsbildern und ihre psychologischen Auswirkungen auf den Betrachter.

Zum γνῶθι σαυτόν fordert der Kyniker Menipp den ehemals überreichen Kroisos in Lukians Unterweltsgesprächen auf, von denen ein Auszug als griechischer Übersetzungstext gewählt war. Auch hier erforderten knifflige Zusatzfragen Beweglichkeit im Denken. In der Interpretationsklausur stand erneut Lukian im Mittelpunkt: In dessen Göttergesprächen handelt Prometheus raffiniert seine Freilassung vom Kaukasus aus, gleichwohl sichert er mit seinem Deal Zeus die Weltherrschaft und hat somit wenig gemein mit Goethes Prometheus, dem schöpferisch, genialen Prometheus, dem Rebell gegen herkömmliche Autoritäten und ihre Ansprüche. Ihn mit Lukians Prometheus zu vergleichen, war Teil der Interpretationsaufgabe.

Prometheische Genialität und Raffinesse wünschen wir auch unseren Schülern der Q11, die am 32. Landeswettbewerb Alte Sprachen (2018/2019) vor kurzem die erste Runde bestritten haben, und halten ihnen die Daumen für das Erreichen der 2. Runde.

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern