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[AvH] #10 ... vor Ort in Franken - Teil 2

Goldkronach

Goldkronach war im Mittelalter das Zentrum des Goldbergbaus in Deutschland. Auch Humboldt wohnte hier im Gebäude des heutigen Goldbergbaumuseums sowie im Ortsteil Goldmühl. Unmittelbar hinter Goldkronach erhebt sich der Goldberg, in dem seit dem Mittelalter erfolgreich Gold gefördert wurde. In den Besucherbergwerken Mittlerer Name Gottes und Schmutzler Zeche ist es noch heute (nach Vereinbarung) möglich, in den Goldberg hineingeführt zu werden und sich die harten Arbeitsbedingungen der Bergleute anschaulich zu machen. Davon haben sich in den letzten Jahren auch schon mehrfach Kurse und Klassen des GCE beeindrucken lassen. Dank seines Alexander von Humboldt-Kulturforums ist Goldkronach heute ein Zentrum der Humboldt-Aktivitäten in der Region. So soll zum Jubiläumsjahr 2019 u.a. direkt am Schloss Goldkronach ein Alexander von Humboldt-Museumspark entstehen, der Leben und Werk Humboldts in der Region, aber auch darüber hinaus, erlebbar machen wird.

Lichtenberg (nordöstlich von Bad Steben)

Humboldt erschloss hier mit dem Friedrich Wilhelm-Stollen zwei Fluorit-Vorkommen. Der Stollen wurde erst 1831 fertig gestellt und führt zu einem der bedeutendsten Eisenerz- und Kupfererz-Vorkommen im Frankenwald.

Sanspareil / Wonsees

Humboldts Anwesenheit im Felsengarten von Sanspareil bei Wonsees ist durch einen Gästebucheintrag aus dem Sommer 1796 belegt. Hier interessierten ihn wohl vor allem die bizarren Gesteinsformen des Felsengartens.

Tettau

In Tettau im Frankenwald wurde 1794 unter Mitwirkung von Humboldt die Königlich-privilegierte Porzellanfabrik Tettau als älteste bayerische Porzellanfabrik gegründet. Leider wird sie 2019 ihre Tore für immer schließen müssen.

Zell im Fichtelgebirge

Der Haidberg nahe Zell im Fichtelgebirge besitzt wegen seines hohen Magnetit-Anteils magnetische Eigenschaften. Dies entdeckte Humboldt erst 1797 durch die Ablenkung einer Kompassnadel. Er nannte den Berg daraufhin Magnetberg. Ebenfalls nahe bei Zell lag früher ein Gelbkreide-Bergwerk, in dem man Ocker-Pigmente von hoher Qualität gewann, was auch Humboldt nach einer Inspektion bestätigte. Hier entspringt die Saale.

Weitere interessante Orte im Zusammenhang mit Humboldt sind auch Naila, Wunsiedel und Lauenstein.

Informationen zu Humboldt-Orten und -Sehenswürdigkeiten im Fichtelgebirge gibt es u.a. bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge.

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Mehr zum Humboldt-Jahr 2019: Stationen - Aktionen  - Informationen

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