#GCE goes digi

[AvH] #13 Höhlenbewohner...

Humboldt begründet die Höhlenbotanik

Bereits in Freiberg befasste sich Humboldt neben seiner Ausbildung in der Bergakademie und seinen Arbeiten in den Bergwerken auch mit den Pflanzen, die er im Umfeld der Gruben fand: 1792 veröffentlichte er einen Beitrag im Journal der Physik zu "Versuche und Beobachtungen über die grüne Farbe unterirrdischer Vegetabilien". 1793 beschrieb er in einer eigenen Publikation in lateinischer Sprache die „Florae Fribergensis specimen plantas cryptogamicas praesertim subterraneas …“ ... und begründete damit quasi nebenbei einen neuen Forschungszweig: die Höhlenbotanik. Schwerpunkt dieses 189 Seiten starken Werkes waren die sog. kryptogamen Pflanzen, zu denen damals neben Flechten auch noch die Pilze gezählt wurden.

Dabei beschrieb er nicht nur die Morphologie der Kryptogamen, sondern auch ihre Abhängigkeit von Umweltbedingungen. Schon damals kamen ihm grundlegende Ideen zur Biogeographie.

Humboldt führte aber auch physiologische Experimente durch, in denen er den Einfluss des Sonnenlichts auf das Pflanzenwachstum untersuchte. Ohne vertiefte Kenntnisse zur Fotosynthese erkannte er bereits damals, dass der für das Wachstum der Pflanzen nötige Kohlenstoff aus der Luft stammen musste und nicht aus dem Boden, und dass die Spaltöffnungen auf der Blattunterseite Bedeutung für den Wasserhaushalt von Pflanzen haben.

(nach Wikipedia: Alexander von Humboldt)

zurück zu #12 - weiter zu #14

Mehr zum Humboldt-Jahr 2019: Stationen - Aktionen  - Informationen

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern