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MuseumsCheck #2

Die „MuseumsChecker“, ein Projekt in Zusammenarbeit mit der KulturServiceStelle des Bezirks Oberfranken, wollten sich bei ihrem MuseumsCheck auch Museen ansehen, die sie von selbst vielleicht nicht gleich besucht hätten. So führte ihr zweiter MuseumsCheck die „MuseumsChecker“ in das Deutsche Schreibmaschinenmuseum Bayreuth in St. Georgen – das gibt es wirklich!

Zusätzlich zur Forschungsstätte für Stenographie der 1930er Jahre und dem Archiv für Kurzschrift hatte sich in den 1960er Jahren das heutige Deutsche Schreibmaschinenmuseum in Bayreuth entwickelt… eine umfangreiche, wirklich museale Sammlung heute längst nicht mehr genutzter Schreibgeräte.

Der technische Leiter des Museums, Günter Pschibl, führte die Gruppe der „MuseumsChecker“ durch die riesige Sammlung von Schreibmaschinen aus mehreren Jahrhunderten, von den ersten Modellen handgefertigter Holz-Schreibmaschinen bis zu den letzten elektrischen Schreibgeräten, die seit dem Aufkommen der modernen Computer- und Drucker-Technik ihre Aufgabe verloren haben.

Beim Betreten des Hauptausstellungsraums waren die Teilnehmerinnen beeindruckt: „… ich kannte noch die von meiner Oma… und dachte, da gibt’s nur eine… und dann so viele!“ – „ein Aha-Moment“. Und dabei sind vom Bestand des Deutschen Schreibmaschinenmuseums von etwa 1000 Schreibmaschinen nur etwa 330 in der Ausstellung zu sehen… Die Schülerinnen lernten einiges über Index- oder Zeigerschreibmaschinen, Vorder-, Unter- und Oberaufschlagschreibmaschinen. Sie erfuhren die Unterschiede zwischen Typenhebeln und Typenrädern, bekamen Stenoschreibmaschinen, Notenschreibmaschinen, Fernschreiber mit Lochstreifen und Thermoschreibmaschinen sowie die größte Sammlung elektrischer IBM-Schreibmaschinen Europas (160 Geräte!) zu sehen… Am spannendsten waren die eigenen Schreibversuche auf einer japanischen Indexschreibmaschine mit über 2000 Zeichen in auswechselbaren Zeichensätzen… Gerne hätten die Teilnehmerinnen noch mehr Geräte ausprobiert.

Das anschließende ausführliche Feedback brachte einige überraschende Erkenntnisse: So fanden die MuseusCheckerinnen die Sammlung alter Schreibmaschinen ganz und gar nicht „verstaubt“. Gerade wegen der Konzentration auf ein Thema war sie interessant und eindrucksvoll. Für die anstehende Neukonzeption konnten die Schülerinnen auch noch ein paar Anregungen beisteuern. Und vielleicht sollte man den Zehnfinger-Tastschreibkurs in der 6. Klasse in Zukunft immer mit einem Besuch im Deutschen Schreibmaschinenmuseum kombinieren? Den MuseumsCheckern hat’s auf jeden Fall gefallen. Sie bedanken sich für die anschauliche Führung und wünschen viel Erfolg bei der geplanten Neugestaltung des Museums.

Schreibmaschinenmuseum? - Gecheckt!

 

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern