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[AvH] #19 Abschied von Franken

„Der Bergdienst in Franken war für Humboldt eine von vorneherein eingeplante Zwischenstation in seinem Lebensplan. Sein Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit war ungebrochen, das wussten alle seine Freunde und engen Vertrauten. […]“

Humboldt hatte bereits im April 1794 vor, den Bergdienst im Fränkischen nach zwei weiteren Jahren zu quittieren. Auf Drängen seines Dienstherren verlängerte er schließlich um ein weiteres Jahr.

„Anlass für seine Befreiung aus den „öffentlichen Diensten“ war der Tod seiner Mutter. Marie Elisabeth von Humboldt starb am 19. November 1796. […] Die Mutter hinterließ ein bedeutendes Vermögen. […] Ohne jedes Zögern, ohne Gewissensbisse und Wehmut beendete Alexander von Humboldt Ende 1796 seine vielversprechende Karriere im preußischen Dienst, die ihm wahrscheinlich bald das Amt eines Staatsministers eingebracht hätte. Die Erbschaft seiner Mutter eröffnete ihm die Möglichkeit, nun endlich ohne jede Einschränkung seine eigenen Pläne zu verwirklichen. […] In den Staatsdienst kehrte er nie mehr zurück.“

(aus: Holl & Schulz-Lüpertz 2012, S. 117 f.)

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