Gebet

"denkmal aktiv" am GCE

Nach dem inzwischen abgeschlossenen "denkmal aktiv"-W-Seminar des aktuellen Abiturjahrgangs ist mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 bereits ein weiteres "denkmal-aktiv"-Projekt am GCE angelaufen: Zwölf Schülerinnen und Schüler konzipieren im Rahmen eines P-Seminar eine Rollup-Ausstellung unter dem Titel „Neu aufgerollt – Wilhelmines Erbe“. Nach einem von der Fotografin Elisabeth von Pölnitz-Eisfeld geleiteten Fotoworkshop, der in den Räumen des Neuen Schlosses und am GCE stattfand, machten sich die Teilnehmer gemeinsam mit Pfarrer Hans Peetz vom Verein Markgrafenkirchen e.V. und Kornelia Weiß von der Bayerischen Schlösserverwaltung auf eine Fototour zu den Denkmalen aus der Zeit der Wilhelmine. Zudem verfassten die Schüler nach einem Workshop mit Melanie Vogt von der VHS im RW21 Objekttexte in einfacher Sprache zu jedem der 13 besuchten Objekte. Die barrierefreie Ausstellung hätte am 26. April anlässlich der Bayreuther Residenztage im Neuen Schloss eröffnet werden sollen. Dieser Termin fiel ebenso wie die Fahrt zum Erfahrungsaustauschtreffen in Bielefeld der Corona-Krise zum Opfer. Die umfangreiche Ausstellung soll aber auf jeden Fall in der Zeit nach den Corona-Einschränkungen präsentiert werden.

Vier Leitlinien liegen der Arbeit im P-Seminar „Neu aufgerollt – Wilhelmines Erbe“ zugrunde:

  • Kulturelles Erbe schätzen lernen

In Führungen, Gesprächen und Diskussionen begegneten die Schülerinnen und Schüler den Denkmalen aus der Zeit der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth (1709-1758). Angeleitet durch Fachleute und Museumspädagogen aus den Reihen der Projektpartner entdeckten sie die Schätze der Region. Ganz nebenbei wurde so die Bedeutung dieser alten Denkmale für unsere Gegenwart bewusst. So wurde Wertschätzung für den Denkmalschutz aufgebaut.

  • Neu aufgerollt – frischer Blick auf alte Denkmale

Wilhelmines Welt ist eine vergangene Welt. Nur noch Bauwerke und Parkanlagen zeugen vom Absolutismus des 18. Jahrhunderts in Bayreuth. Diese mittlerweile fast 300 Jahre alten Denkmale laden zur Entdeckung ein.  Die Jugendlichen sollten einen eigenen Weg des Umgangs in der Auseinandersetzung mit Wilhelmines Erbe finden. Es sollten frische, unverbrauchte, ungewöhnliche, auch bewundernde und faszinierte, jedoch ebenso zuweilen freche Blickwinkel sein, die sie in der Ausstellung präsentieren.

  • Niedrige Schwellen für Schüler

Der Besuch in Schlössern, Kirchen und Museen bieten zwar eine gern gesehene Abwechslung im Schulalltag, wirkliches Interesse rufen diese Denkmale jedoch bei den Schülerinnen und Schülern eher selten hervor. Denkmale gelten oft als verstaubt und langweilig. Sobald jedoch Museumspädagogik und digitale Medien ins Spiel kommen, sieht das ganz anders aus: Plötzlich werden die alten Gemäuer und Parkanlagen spannend und beginnen zu erzählen …

Die Fotos wurden mit den Smartphones der Seminarteilnehmer aufgenommen. Es sind die Geräte, die den Alltag der Schülerinnen und Schüler und auch ihre Freizeit prägen. Und nun entdeckten sie damit Wilhelmines Erbe.

  • Niedrige Schwellen für Ausstellungsbesucher

Mit der Ausstellung wollen die Schülerinnen und Schüler für Wilhelmines Erbe werben. Angesprochen werden, sollen dabei auch Menschen, die bisher kaum in Kontakt mit dem reichen Erbe unserer Region gekommen sind. Die Bilder und Texte wollen Hemmschwellen abbauen. Daher wurden die Texte bewusst an die barrierefreie leichte Sprache angenähert. In einfachen, erklärenden und gut lesbaren Sätzen wird auf das Besondere hingewiesen, das die Besucher vor Ort erwartet. Die Türen der Denkmale stehen offen – alle Besucher sind willkommen. Niemand soll sich ausgeschlossen fühlen. So versteht sich die Ausstellung als Einladung zum Staunen und zum Entdecken.

Mit diesem Ausstellungskonzept, das unter der Federführung des Vereins der Freunde realisiert wird, haben die Schülerinnen und Schüler viele regionale und sogar überregionale Partner gefunden:

denkmal-aktiv. Das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen

Verein Markgrafenkirchen e.V.

Volkshochschule Bayreuth

Projekt Markgrafenkultur mit Regionalentwicklungsmittel des Bayerischen Staatsministerium der Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Freunde des Gymnasium Christian-Ernestinum

Oberfrankenstiftung

Rainer Markgraf Stiftung

Regierung von Oberfranken

Landkreis Kulmbach

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern