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Humboldt-Jahr 2019

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Alexander von Humboldt (1769 – 1859) gilt weltweit als einer der bekanntesten deutschen Naturforscher. Aber auch außerhalb der MINT-Fächer erreichte er globale Bedeutung.

Berühmt wurde Alexander von Humboldt durch seine große „Amerikanische Reise“ (1799 – 1804): Mit seinen Messungen, Beobachtungen und Sammlungen von Pflanzen und Mineralien trug er Unmengen von Daten, Informationen und Belegen zusammen und legte damit die Grundlagen für unzählige (nicht nur naturwissenschaftliche) Fachgebiete.

Weniger bekannt ist, dass Alexander von Humboldt auch mehrere Jahre (1792 – 1797) in Franken verbracht hat. Sein offizieller Dienstsitz war das Bergamt in Bayreuth – die meiste Zeit verbrachte er jedoch vor Ort in den Bergwerken und Industriebetrieben. Hier in der Region entwickelte er viele seiner Ideen, die er später in wissenschaftliche „Taten“ umsetzte.

 

2019 jährt sich der Geburtstag Alexander von Humboldts zum 250., sein Todestag zum 160. Male.

Daher sollen auch am Gymnasium Christian-Ernestinum die faszinierende Persönlichkeit Alexander von Humboldts und sein bedeutsames Werk mit einigen Beiträgen gewürdigt werden.

Sie sollen dazu anregen, sich mit Alexander von Humboldt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu beschäftigen:

 

Was verbindet Alexander von Humboldt und das GCE miteinander?

Für direkte Kontakte Humboldts mit unserer Schule gibt es keine historischen Belege. Doch immerhin hatten der Gründer unserer Schule, Markgraf Christian-Ernst, und der junge Bergassessor im preußischen Staatsdienst, Alexander von Humboldt, ein gemeinsames Interesse: Die Steigerung der Goldausbeuten im Gebiet der Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth, speziell in Goldkronach im Fichtelgebirge.

Schon Markgraf Christian-Ernst versuchte Ende des 17. Jahrhunderts den im Mittelalter hier noch sehr ergiebigen Edelmetall-Abbau wieder anzukurbeln und damit Geld in die chronisch klammen Kassen seines Fürstentums zu spülen. Alexander von Humboldt kam etwa hundert Jahre später im Auftrag der preußischen Regierung in die vom letzten Markgrafen Karl-Alexander an Preußen „verkauften“ fränkischen Gebiete Ansbach und Bayreuth, um den Bergbau und die damit zusammenhängenden Industrien zu begutachten und wieder in Schwung zu bringen.

… eine kurze, intensive und für Humboldt prägende Zeit, wie Humboldt selbst formulierte:

„Mit Goldkronach bin ich besonders glücklich gewesen […]“ (aus einem Brief Humboldts, Mitte Februar 1794) und

„[Bad] Steben hat einen so wesentlichen Einfluss auf meine Denkart gehabt, ich habe so große Pläne dort geschmiedet […] Diesseits des Meeres finde ich mir so einen Ort nicht wieder!“ (aus einem Brief Humboldts, Dezember 1795).

Als „Bildungsinstitution“ verbindet das GCE heute aber viel mehr mit Alexander von Humboldt: Nicht nur seine breit gefächerten, gehaltvollen Arbeiten auf den unterschiedlichsten naturwissenschaftlichen Fachgebieten machen sein Werk für die Arbeit an einem naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium interessant. Auch seine Beiträge zu zahlreichen anderen Themen wie Globalisierung, Freiheit und Menschenrechte, Sprachforschung oder Archäologie, seine exakte und gleichzeitig fächerübergreifend-vernetzte Vorgehens- und ganzheitliche Denkweise und natürlich seine umfassende „wissenschaftliche Neugier“ und unbändige Entdeckerfreude machen Humboldts Leben und Werk so faszinierend.

Es lohnt sich (nicht nur 2019), Alexander von Humboldt kennen zu lernen!

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern