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VdF: Prof. Dr. Christoph Thomas, Univ. Bayreuth: "Starkregen, Dürre und Wärmeinsel – Messbare Auswirkungen des Klimawandels in Oberfranken und in der Stadt Bayreuth"

Dienstag, 28. Januar 2020 - 19:00

Liebe Schülerinnen, Schüler und Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

wir laden herzlich ein zu unserem nächsten Vortrag mit einem hoch brisanten Thema:

Dienstag, 28. Januar 2020 - 19:00 (im Megaron)

Prof. Dr. Christoph Thomas (Diplom-Geoökologe, Universität Bayreuth)

Starkregen, Dürre und Wärmeinsel – Messbare Auswirkungen des Klimawandels in Oberfranken und in der Stadt Bayreuth

Was haben die tägliche Busfahrt zur Schule, der Shoppingtrip zum Rotmaincenter und die Rodungsbrände im tropischen Regenwald in Peru mit dem Platzen von Gasbläschen im Gletschereis der Arktis zu tun? Alle drei sind Ausdruck unserer Mobilität und unseres Konsums, die dramatische Folgen auch an weit entfernten und entlegenen Orten der Welt haben. Aber nicht nur dort – sondern auch bei uns in Oberfranken und in der Stadt Bayreuth.

In seinem Vortrag wird Prof. Dr. Thomas drei miteinander eng verknüpfte Einblicke in die Klimaforschung in Oberfranken und die Stadtklimaforschung in Bayreuth geben: Zuerst werden die ursächlichen Zusammenhänge zwischen Antrieb und Folgen der Klimakatastrophe beleuchtet und erklärt, welche menschengemachten Veränderungen wo welche Folgen haben. Denn der zubetonierte Annecyplatz wirkt anders als Autoabgase. Dazu brauchen wir das Wissen aus dem Physik- und Geographieunterricht und wenden es auf die Umwelt an.

Im zweiten Teil möchte Prof. Dr. Thomas die von ihm gemessenen Veränderungen des Klimas in Oberfranken am Beispiel der Lufttemperatur und des Niederschlags vorstellen. Hier gehören Hitzewellen und Starkregen mit zu den extremen Wetterereignissen, die in unserer wärmeren Welt immer häufiger und heftiger ausfallen.

Im abschließenden Teil wird der Referent noch auf die Stadtklimaforschung in Bayreuth eingehen, das MiSKOR – "Minimierung Städtischer Klima- und Ozon-Risiken-Projekt". Im Rahmen dieses Projekts wird durch meteorologische Messungen an 16 Standorten in Bayreuth und Computersimulationen festgestellt, wo es am wärmsten und kältesten ist, und wie die städtische Wärmeinsel durch Grünflächen, Gewässer und kluge vorausschauende Planung am besten verhindert werden kann. Das Ziel ist der Erhalt der menschlichen Gesundheit in dem immer wärmer werdenden Klima. Bayreuth dient hier als Modellwerkstadt für Städte in Nordbayern, die eine ähnliche Tallage haben.

Christoph Thomas studierte Geoökologie an der Universität Bayreuth und promovierte zum Thema Kohlenstoff- und Wasseraustausch in Wäldern des Fichtelgebirges. Nach ca. 10 Jahren Lehr- und Forschungstätigkeit in Grenzschichtmeteorologie an der Oregon State University (USA) folgte er 2014 dem Ruf auf die Professur Mikrometeorologie zurück an die Universität Bayreuth und forscht weiterhin zu Transportprozessen und Klimawandel in Oberfranken und anderen Ökosystemen der Welt inklusive der Tropen und der Polarregionen. Seine Forschung wurde 2010 mit dem renommierten Career Award der National Science Foundation (USA) und 2016 mit einem begehrten Consolidator Award des European Research Councils international ausgezeichnet.

Ganz herzlicheEinladung an alle Interessierten zu diesem Vortrag und zu allen folgenden! Der Eintritt ist wie immer frei.

Bitte beachten: Der Vortrag findet nicht, wie teilweise angekündigt, am 21.01., sondern am 28.01.2020, im Gymnasium Christian-Ernestinum, Albrecht-Dürer-Str. 2, statt!

Peter Lobe 2. Vorsitzender Freunde des Gymnasiums Christian-Ernestinum

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern