WELTERBE

Darstellendes Spiel

Darstellendes Spiel ist ein Fach der ästhetischen Bildung. Unter Ästhetik im Sinne des griechischen aisthesis wird dabei Wahrnehmung in umfassendem Sinn verstanden, also nicht nur als sinnliches Aufnehmen, sondern gleichzeitig als anschauliches Denken, das Wirklichkeit interpretiert und strukturiert. Es ist die Voraussetzung für praktisch-künstlerische Arbeit als Darstellende Kunst, die die imaginative und kreative Aneignung von Welt beinhaltet und in der die potentielle Veränderbarkeit von Wirklichkeit erforscht wird. Die Kompetenz gegenüber einem klassischen Kulturangebot, aber auch gegenüber faszinierender Unterhaltung den kritischen Blick nicht zu verlieren, und somit die Qualität eines Theaterstücks beurteilen zu können, wird in der Informations- und Mediengesellschaft auch in der Zukunft unverzichtbar sein. Wichtiger Bestandteil dieser Kompetenz wird die Fähigkeit bleiben, zwischen Realem, Imaginärem und Dokumentiertem differenzieren zu können.

In der Auseinandersetzung mit der symbolischen Welt des Theaters erhalten die Schüler einen Zugang zu vielfältigen kreativen Weltentwürfen. Sie lernen gedankliche Entwürfe und deren künstlerische Umsetzung in Theaterstücken und Filmen kennen und verstehen. Die theaterwissenschaftlichen Erklärungsmodelle umfassen Grundzüge einer Theorie des Spiels, der Theater- und Filmgeschichte. Die Schüler lernen Schauspiel- und Regiestile kennen und erfahren dabei, wie gleiche Stoffe und Inhalte auf unterschiedlichste Art interpretiert werden können. Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt auf der praktischen Arbeit, die auf der Grundlagenarbeit in den Bereichen Stimme, Klang, Rhythmus und Körper, Aktion, Rolle aufbaut und diese gezielt fortführt.

Am GCE wird die Theaterarbeit nach dem Abschied des hochverdienten und federführend agierenden Christian Plätzer neu aufgestellt. In Schuljahr 2014 / 2015 gibt es eine gemischte Gruppe aus Schülern der Mittel- und Oberstufe, die im Laufe des Schuljahres eine Inszenierung erarbeitet, welche im Kleinen Haus der Stadthalle in mehreren Aufführungen dem Publikum präsentiert werden wird. Im Rahmen des Profilbereichs der Oberstufe kann die im Schultheater erbrachte Darstellungsleistung nach wie vor ins Abitur eingebracht werden.

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern