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Heute gestalten wir die Führung durch’s Museum einfach selbst…

Die MuseumsChecker suchen ihre Lieblingsobjekte

Die AG MuseumsChecker war mal wieder im Museum, mal wieder im Kunstmuseum… Und dieses Mal hatten wir keine Führung gebucht. Wir wollten uns selbst „ein Bild machen“ und dafür war eine Ausstellung voller Bilder genau das Richtige.

Um sich schwerpunktmäßig auf die bewusste, individuelle Wahrnehmung der ausgestellten Objekte zu konzentrieren, war der Auftrag in der aktuellen Ausstellung des Kunstmuseums „Kunst in Bayreuth – Werke der 1940er bis 1960er Jahre“ (läuft noch bis 22.2.) dieses Mal, sich ein persönliches Lieblingsbild herauszusuchen und anschließend den anderen in einer gemeinsamen zweiten Runde durch die Ausstellung vorzustellen.

Und da hatte die Ausstellung für jede und jeden etwas zu bieten. Zahlreiche Künstler der „Freien Gruppe Bayreuth“ (die sich 1951 gegründet hatte) waren mit unterschiedlichen Werken in ganz verschiedenen Stilen vertreten. 

Ähnlich  vielfältig war dann auch die Auswahl an „Lieblingsbildern“: Sie reichte von klassischen Ölgemälden mit einer Ansicht von Hummeltal (Hans Alt), einer malerischen Hochgebirgslandschaft (Anton Richter, „viele schöne Farben“) oder einem Blick auf Gontard-Haus und Altes Schloss vom Luitpoldplatz (Alfred Russ, „Mir gefällt der Stil.“) über Kreidezeichnungen („Landschaft im Durchbruch“ von Toni Fricke) oder Aquarelle („Am Meer“ von Gerda Voith von Voithenberg) bis zu abstrakten Zeichnungen, teilweise auch fantastisch-realistischen Tuschezeichnungen auf Holz  (Caspar Walter Rauh, „… selbst mit nur Tinte sehr klar sichtbar und sehr erstaunlich großes Bild“), Porträts in Tempera (Heike Rongstock-Tooren) oder Landschaftsbildern in Mischtechnik (Toni Farwick).

Für die Schülerinnen und Schüler war es eine neue Erfahrung, die Museumsführung spontan selbst zu gestalten und ausgewählte Exponate einer Gruppe vorzustellen – das ging bei einigen in sehr kurzer Zeit, andere lenkten geschickt den Fokus auf kleine Details in großen Bildern. Hilfreich empfanden die Teilnehmenden auch die individuelle Zeiteinteilung am Anfang und die Möglichkeit, sich schon beim ersten Durchgang durch die Ausstellung miteinander über die Bilder austauschen zu können. Zu den Bildern und Künstlerinnen und Künstlern hätten sie sich teilweise mehr Informationen gewünscht, vielleicht auch in digitaler Form. Und schön wäre natürlich auch eine interaktive Annäherung an die Kunstwerke gewesen. Aber für einen kurzen Besuch in dieser übersichtlichen Ausstellung hat’s auf gut Fränkisch „scho gepasst“.