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In der Höhle des Drachen

Die MuseumsChecker auf Drachenjagd...

Aus Anlass des 150-jährigen Wagner-Jubiläums gibt es auch im Urwelt-Museum eine Sonderausstellung zum Thema „Drachen“. – Die schauen wir uns an, sagten sich die MuseumsChecker… und los ging’s!

Dr. Ulrike Albert, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Urwelt-Museum, gab den MuseumsCheckern eine interessante Sonderführung durch die Sonderausstellung.

Sie lernten dabei viel über die Herkunft von Drachen-Mythen, möglicherweise ausgelöst durch Funde von Saurier-Fossilien, wie dem eindrucksvollen Allosaurus-Schädel, der das zentrale Objekt der kleinen Sonderausstellung ist. Interessant waren auch die unterschiedlichen Betrachtungsweisen von Drachen in verschiedenen Regionen der Welt: Im christlich geprägten Europa stehen Drachen für das Böse, das von Heiligen und Helden besiegt werden muss (in der Sonderausstellung durch einige Gemälde sehr schön veranschaulicht). In Asien, vor allem China, sind (die eher schlangenähnlich und viel freundlicher dargestellten) Drachen Symbole für Glück und Wohlstand. In beiden Kulturkreisen gemeinsam sind ihnen aber echsenähnliche Merkmale und ihre symbolische Stärke und Macht. Am Thema der Drachen lässt sich auch gut der Gegensatz zwischen alten, überlieferten Mythen und modernen Naturwissenschaften diskutieren. Und dennoch sind Drachen bis heute immer wieder Kristallisationspunkte menschlicher Wünsche nach Kraft, nach der Fähigkeit zu fliegen oder das Feuer zu kontrollieren, das Böse zu besiegen und sich selbst zu überwinden. Sie regen in vielfältiger Weise die Fantasie an. Das taten sie auch bei den MuseumsCheckern.

Ihnen gefiel die Sonderausstellung sehr gut, auch wenn sie sie aufgrund der räumlichen Gegebenheiten zu klein empfanden. Noch mehr 3D-Modelle von Drachen und Sauriern wären spannend gewesen. Die MuseumsChecker fanden Texte (wenn diese auch auf vielen Tafeln etwas lang waren), Abbildungen und Objekte gut verständlich und sehr anschaulich. Am besten gefiel ihnen neben dem Allosaurus-Schädel das Gemälde mit dem Heiligen Georg, der den Drachen tötet. Nur den Helm mit dem Drachen fanden manche etwas deplatziert. Die kurze, aber intensive Führung bewerteten sie als sehr kompetent und freundlich.

Gleich im Anschluss – und als Kontrast – ging es dann noch in den alten Drachenkeller im Gewölbe unter dem Museum, der aus der Anfangszeit des Urwelt-Museums stammt. Entsprechend war hier auch die Ausstellungsgestaltung eine andere, obwohl es um das gleiche Thema ging. Der schon etwas staubige Gewölbekeller trägt sehr zu einer spannenden Atmosphäre bei. Und so viel schlechter als die aktuelle Sonderausstellung fanden die MuseumsChecker diese alte Drachen-Ausstellung gar nicht.

Am besten wäre natürlich, wenn man die aktuellen Inhalte der Sonderausstellung in einem einheitlichen Stil hier im Keller wieder aufleben lassen könnte. Der „Zwerg“ sollte unbedingt bleiben, dazu aber vielleicht noch ein paar zusätzliche Drachen-Modelle. Eine digitale Tafel könnte Drachen-Vorstellungen aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen anschaulich darstellen… So kamen doch schon einige Ideen zusammen, wie man alte und neue Drachen-Ausstellung zu einer dauerhaften Präsentation verschmelzen lassen könnte. Wir werden sehen, wie es nach dem Jubiläumsjahr mit den Drachen im Urwelt-Museum weitergeht. Es lohnt sich auf jeden Fall auch im Ur-welt-Museum immer, nach Neuem Ausschau zu halten.

Vielen Dank für die individuelle Führung an Frau Dr. Albert und das Urwelt-Museum Oberfranken.

Und für alle die, die nach dem Kampf mit den Drachen noch immer nicht genug vom Urwelt-Museum hatten, hieß es dann noch: auf eigene Faust durch’s Urwelt-Museum. Da war natürlich der begehbare Goldkristall die Hauptattraktion, aber auch in die anderen Teile der Dauerausstellung mit den Saurier-Funden aus der Bayreuther Umgebung lohnt es sich immer, einen Blick zu werfen.